Haut- und Stomakomplikationen - welche Arten gibt es?
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Stoma- und Hautkomplikationen

Nicht immer läuft mit einem Stoma alles reibungslos.


Wir von Coloplast Homecare unterstützen Sie im Umgang mit Ihrem Stoma, um mögliche Komplikationen bestmöglich zu minimieren. Unsere speziell ausgebildeten Fachkräfte helfen Ihnen dabei, auf Ihren Körper zu hören und entscheidende Veränderungen richtig zu deuten.

Stomakomplikationen

Färbt sich das Stoma nach einer Operation grau bis schwarz, liegt eine mangelnde Gewebedurchblutung vor. Die Nekrosen können nur an einzelnen Stellen der Schleimhaut entstehen oder aber am gesamten Stoma. Die schwarzen Gewebeteile lösen sich in der Regel von selbst. Bei einer tiefergehenden Nekrose kann allerdings eine erneute Stomaanlage erforderlich sein.

Die Ursache liegt in den künstlich angelegten Öffnungen in den Gewebeschichten. Durch zu schweres Heben oder Bindegewebsschwäche können Darmabschnitte durch die Öffnung gepresst werden. Diese Veränderungen entwickeln sich oft langsam, über Monate oder Jahre nach der Operation. Zur Unterstützung der Bauchdecke eignen sich Mieder oder Bandagen. Vermeiden Sie das Heben schwerer Lasten und sportliche Aktivitäten, die die Bauchmuskulatur zu sehr beanspruchen.

Der Prolaps ist ein Heraustreten des Darmes aus dem Stoma. Der Darm tritt zentimeterlang über die Bauchdecke hinaus. Er zeigt sich am deutlichsten im Stehen. Der Arzt entscheidet, ob der Prolaps operativ oder konservativ behandelt wird. Bei der konservativen Methode wird nach der Beutelversorgung über das Stoma eine Prolapskappe gelegt und mit einem Gürtel befestigt.

Wenn sich das Stoma im Laufe der Zeit unter Hautniveau zurückzieht, handelt es sich um eine Stomaretraktion. Dies kann häufig die Folge einer Gewichtszunahme oder einer mangelhaft fixierten Stomaöffnung sein. Häufig entstehen durch die Retraktion trichterförmige Einziehungen der Bauchdecke. Dadurch kann es zu Unterwanderungen des Stomas mit Ausscheidungen kommen. Konvexe Stomaversorgungen, Hautschutzringe, Pasten oder Gürtel können helfen.

Man spricht von einer Stenose, wenn sich die Stomaöffnung verengt. Dabei kann es zu Stuhlentleerungsstörungen – sogenannte „Bleistiftstühle“ – kommen. Die Stoma-verengung tritt oft als Folge starker Gewichtszunahme oder durch Vernarbungen oder Entzündungen auf.

Bei einem Ileostoma kann es durch festgesetzte, schwer verdauliche Lebensmittel zu einer Stomablockade kommen. Faserreiche Nahrungsmittel, wie z. B. Spargel, können die Stomaöffnung nicht passieren. Es treten Krämpfe auf. Bei dieser Komplikation muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. 

Es entsteht durch die Belastung des Darmgewebes z. B. während der Operation oder bei erhöhtem Bauchinnendruck. Die Schleimhaut glänzt, ist aufgequollen und hellrosa. Das Ödem bildet sich meist nach einer Woche zurück; es muss aber beobachtet werden. 

 

 

Hautkomplikationen

Eine Allergie kann durch eine Überempfindlichkeit gegen die eingesetzten Versorgungsprodukte entstehen. Oft tritt eine Allergie auch erst nach Jahren auf. Ein deutliches Merkmal einer Allergie ist eine auf den Anwendungsbereich der Versorgung begrenzte Rötung. Aber auch Rötung, Bläschen, Juckreiz oder Brennen sind Anzeichen einer Allergie. Es empfiehlt sich, die Versorgung generell umzustellen und evtl. einen Allergietest durchzuführen. 

Diese Entzündung der Haarkanäle wird durch winzige Wunden, die durch Herausreißen der Haare beim Versorgungswechsel entstehen, hervorgerufen. Erkennen kann man eine Folikulitis an punktuellen, sehr schmerzhaften Rötungen. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre stomaumgebende Haut regelmäßig rasieren.

Die sogenannte Hautirritation gehört zu den häufigsten Komplikationen. Das Ausmaß und das Aussehen kann sehr unterschiedlich sein. Bereits eine unbehandelte Hautrötung kann zu einer Hautirritation führen. Zu häufiger Beutelwechsel kann durch eine mechanische Überreizung zu einer Hautirritation führen. Aber auch eine schlecht sitzende Stomaversorgung und der Kontakt von Stuhl bzw. Urin und Haut können Ursachen sein. 

Die Kristallbildung kommt nur beim Urostoma vor – und zwar, wenn z. B. der pH-Wert des Urins zu alkalisch ist. Die Kristalle werden über den Urin ausgeschieden. Sie können bei Haut- oder Schleimhautkontakt kleine Schnittverletzungen verursachen, da sie sich wie kleine Glassplitter anfühlen. Diese Komplikation muss vom Arzt behandelt werden. Mit einer Nahrungsumstellung kann die Ansäuerung des Urins unterstützt werden.

Eine Pilzinfektion kann z. B. durch ein geschwächtes Immunsystem (u.a. durch Antibiotika- oder Chemotherapie) und eine mangelnde Stomahygiene entstehen. Sie fördern das Wachstum von Keimen, Bakterien und Pilzen. Einzelne punktuelle Rötungen, Bläschen mit weißem Belag und starker Juckreiz können auf eine Pilzinfektion hindeuten.

Die Pseudo-Epitheliomatosis ist eine Folge der nicht behandelten Waschfrauen-Hände-Haut. Zusätzlich zu den Symptomen bilden sich warzenförmige Gewebeneu-bildungen. Das wichtigste Ziel ist eine trockene Stomaumgebung. Positiv beeinflusst wird dies durch eine genau angepasste Stomaversorgung.

Erkennbar ist sie durch die aufgequollene, weiße und ausgelaugte Haut um das Stoma. Die Waschfrauen-Hände-Haut entsteht u. a. durch chronisch feuchte Haut durch undichte Versorgungen bei Ileo- und Urostomie, lang anhaltende Durchfälle bei Kolostomie und unzureichenden Hautschutz. Um diese Komplikation zu vermeiden, muss die Stomaversorgung passgenau an das Stoma angepasst werden.

 

 

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