Stuhlinkontinenz - Ursachen, Hilfsmittel, Produkte und Therapien
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Gut beraten: für ein selbstbestimmtes Darmmanagement

Wussten Sie, dass in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen von einer Darmschwäche betroffen sind? Die Betroffenen können den Vorgang der Stuhlausscheidung nicht mehr vollständig bewusst steuern. Es kommt zu ungewolltem Entweichen von Gas, flüssigem oder festem Stuhl. Erfahren Sie mehr zum Thema Darmschwäche und mit welchen Versorgungsmöglichkeiten Sie Ihr Leben weiterhin aktiv und selbstbestimmt genießen können.  

Stuhlinkontinenz

Zeitpunkt der Stuhlentleerung kann nicht kontrolliert werden.

 

Anzeichen einer Stuhlinkontinenz können u. a. sein:

  • Plötzlich eintretender Stuhldrang – Zeitpunkt des Stuhlgangs kann nicht kontrolliert werden (Dranginkontinenz)
  • Starker Abgang von Winden, ohne es zu merken
  • Wiederkehrende leichte Flecken in der Unterwäsche, Stuhlschmieren

Verstopfung

Erschwerte oder seltene Darmentleerungen (weniger als dreimal die Woche)

 

Anzeichen einer Verstopfung können u. a. sein:

  • Unfähigkeit zum Stuhlgang
  • Blähungen
  • Unbehagen
  • Starke Bauchschmerzen

Mögliche Ursachen für Stuhlinkontinenz

Es wird empfohlen, einen Facharzt aufzusuchen, um die Form der Stuhlinkontinenz zu benennen und eine gezielte Therapie und Hilfsmittel einzuleiten. Nur so kann die richtige Therapie und Hilfsmittelversorgung für Sie ausgewählt werden. Lesen Sie mehr über die Häufigste Ursachen für Stuhlinkontinenz.

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Darmschwäche – wählen Sie das richtige Hilfsmittel

Der Markt bietet eine Vielzahl von Hilfsmitteln zur Kontinenzversorgung. Sie geben den Betroffenen einen Teil der Lebensqualität zurück und ermöglichen es, ein fast ganz normales Leben zu führen

Anal Tampons

Anal Tampons sollen den unkontrollierten Verlust von festem Stuhl verhindern. Sie bestehen aus weichem, hautverträglichem Schaum-stoff. Sehr einfach anzuwendende Anal Tampons sind mit einer wasser-löslichen Schutzfolie umwickelt.

 

Die Schutzfolie komprimiert den Tampon, sodass er leichter einzuführen ist. Die Schutzfolie löst sich nach dem Einführen rückstandslos auf. Der Tampon kann sich danach optimal ausdehnen und den anatomischen Gegebenheiten anpassen. Je nach Hersteller halten Anal-Tampons festen Stuhl bis zu 12 Stunden lang sicher zurück. In verschiedenen Größen sind sie sowohl für Kinder als auch für Erwachsene erhältlich. 

 

Anal Tampons haben einige Vorteile. Sie helfen dabei, trotz Darmschwäche so schnell wie möglich wieder in den gewohnten Alltag zurückzukehren.

  • Anal Tampons sind sicher
  • Unkontrollierter Verlust von festem Stuhl wird vollständig verhindert
  • Darmgase können durch feine Kapillaren sicher entweichen
  • Risiko eines Dekubitus wird reduziert
  • Verringerung von Hautirritationen
  • Anal-tampons sind diskret
  • Unangenehme Gerüche werden verhindert
  • Nicht sichtbar
  • Bewegungsfreiheit – auch bei sportlichen Aktivitäten
  • Durch die komprimierte Form wie ein Zäpfchen einzuführen
  • Rückstandsfreie Auflösung der Folie
  • Vollständige Entfaltung des Tampons im Darm
  • Angenehm weich und flexibel in der Anpassung an die anatomischen Gegebenheiten
  • Einfaches Entfernen mit einem weichen Rückholband nach maximal 12 Stunden

Transanale Irrigation

Mit dem Irrigationssystem entleeren Sie den Darm, indem Sie über einen Rektalkatheter lauwarmes Wasser in den Darm spülen. Dabei sitzen Sie auf der Toilette. Das Wasser löst den Entleerungsreflex aus; der Darm entleert sich innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Der untere Darmabschnitt wird dabei so wirksam entleert, dass die meisten Anwender nur alle zwei Tage irrigieren müssen. Sie können wieder Freunde treffen, arbeiten gehen und ihren Hobbies nachgehen. 

 

Die anale Irrigation stellt eine Alternative zu anderen Methoden der Darmentleerung dar, da dafür ausschließlich Wasser und keine medikamentösen Zusätze benötigt werden. Die Anwendung erfolgt selbstständig und ohne fremde Hilfe. Sie entscheiden selbst, wann und wo Sie Ihren Darm entleeren möchten. 

Die anale Irrigation darf nur auf Anordnung des Arztes und nach praktischer Anleitung durch qualifiziertes Fachpersonal durchgeführt werden! Zu beachten sind auch die weiteren Hinweise zu Vorsichtsmaßnahmen beim Einsatz der analen Irrigation in der Gebrauchsanweisung. Die Anleitung zur analen Irrigation ist sehr individuell. Manchmal sind mehrere Anleitungen notwendig und es dauert eine gewisse Zeit, bis es klappt.

Wenn alle Voraussetzungen für die erfolgreiche Anwendung der analen Irrigation vorliegen, stellt der Arzt ein Rezept aus. Wir von Coloplast Homecare unterstützen Sie bei der individuellen Einstellung des Irrigationssystems auf Ihre Anforderungen und bei der praktischen Anwendung.

  • Beugt bis zu zwei Tagen Stuhlinkontinenz und Verstopfungen vor
  • Zeitpunkt der Stuhlentleerung kann individuell entschieden werden
  • Kein Gewöhnungseffekt
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Reduzierung von Hautreizungen, Harnwegsinfekten und Blähungen

Die anale Irrigation wird für diese Krankheitsbilder empfohlen:

  • Darmentleerungsstörungen
  • Störung der Transportfunktion
  • Stuhlinkontinenz
  • Akute oder chronische Verstopfung des Darms infolge einer Entleerungs- oder Transportstörung

Unsere Tipps für das tägliche Leben mit Darmschwächen

Der Gedanke an Inkontinenz ist eine erhebliche Belastung für Betroffene und noch immer ein Tabuthema. Die Angst ist groß, sich nicht mehr wie gewohnt bewegen zu können, unsauber zu sein oder zu riechen. Wir geben Ihnen hilfreiche Informationen bei Darmfunktionsstörungen.

Generell sollte Sie die Stuhlinkontinenz nicht davon abhalten, weiterhin zu arbeiten. Legen Sie Ihre Stuhlentleerungszeiten so, dass Sie ohne Probleme Ihre Arbeitszeiten einhalten können. Nehmen Sie jeden Tag ausreichend Versorgungsmaterialien mit zur Arbeit.

Vermeiden Sie Geruchsbildungen, indem Sie Markenvorlagen und Markenprodukte verwenden, die mit einem Geruchsbinder ausgerüstet sind. Diese können Gerüchen entgegenwirken. Zusätzlich hilft ein frühzeitiger Versorgungswechsel. 

 

Wie können Sie Hautreizungen vermeiden? 

Waschen Sie sich statt mit herkömmlichen Seifen mit einer ph-neutralen Seife oder nur mit lauwarmem Wasser. Verwenden Sie keine Intimtücher und benutzen Sie nur speziell entwickelte Pflegecremes. 

Es gibt keinen Grund bei Blasen- und Darmfunktionsstörungen auf Urlaub zu verzichten. Wichtig ist, dass Sie stets genügend Versorgungsmaterial mitnehmen. Kalkulieren Sie mehr Material ein, da sich Ihre Rückkehr verzögern könnte. Verteilen Sie die Versorgung auf mehrere Gepäckstücke, falls ein Koffer verlorengeht. Am besten deponieren Sie einen Großteil der mitgeführten Versorgung in Ihrem Handgepäck. 

Zusätzlich können Sie sich bei Ihrer Herstellerfirma erkundigen, ob es in Ihrem Urlaubsland die nötigen Produkte gibt, sodass eine garantierte Versorgung gewährleistet ist.

Bei Flugreisen bietet es sich an, das Darmmanagement bis zum Abreisetag in gewohnter Form weiter zu führen. Denken Sie bei Langstreckenflügen an die Zeitverschiebung, die eine Veränderung im Darmmanagement-Rhythmus bedeuten kann. Diese Umstellung kann für einige Tage den Erfolg der Irrigation mindern, da sich der Körper erst umstellen muss.

Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt können Kinder ab dem schulfähigen Alter lernen, die anale Irrigation selbst durchzuführen. Bei Kindern mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen muss nach den individuellen Fähigkeiten entschieden werden. Planen Sie das Darmmanagement außerhalb der Schulzeiten. In diesem Alter bietet sich der Abend an. 

Inkontinenz ist kein Grund, Ihren Hobbies und dem, was Ihnen Spaß macht, nicht nachzugehen. Moderne Hilfsmittel geben Sicherheit für mehrere Stunden. Achten Sie darauf, ausreichend Versorgungsmaterial mitzunehmen.

 

Barrierefreie Toiletten an Raststätten sind normalerweise abgeschlossen. Für diese Toiletten gibt es spezielle Schlüssel (WC-Schlüssel, EU-Schlüssel), die an Autobahntoiletten und an Behindertentoiletten in vielen Städten passen. Ein Schwerbehindertenausweis ist dafür nicht erforderlich.

Auch Menschen mit Handicap und chronisch kranke Menschen profitieren von gezielter körperlicher Bewegung. Sport trainiert Herz und Kreislauf, hält jung und hebt die Laune. Moderne Hilfsmittel sind so sicher und diskret, dass Sie keine Angst haben müssen, Stuhl zu verlieren. 

Diese Sportarten üben keinen Druck auf Bauch und Beckenboden aus:

  • Spazierengehen
  • Schwimmen
  • Tanzen 
  • Radfahren 

Bei Darmschwäche bieten spezielle Badehosen und auch andere Produkte, wie z. B. Anal-Tampons Unterstützung. 

Auch für Menschen mit Harn- oder Stuhlinkontinenz, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Kohlenhydraten, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen sehr wichtig. Insbesondere bei älteren Menschen sind ballaststoffreiche Speisen wichtig für einen regelmäßigen Stuhlgang. 

Sprechen Sie das Thema Inkontinenz offen an! Wenn Familie und Freunde es wissen, können Sie z. B. verstehen, warum Sie länger auf der Toilette sind. 

Gerade in der Partnerschaft sollten Sie das Thema Inkontinenz nicht verschweigen. Reden Sie mit Ihrem Partner ehrlich über die Thematik und verhindern Sie so vor allem die Entstehung von Missverständnissen. 

Machen Sie sich frei vor der Angst vor Inkontinenz durch z. B. Druck auf den Bauch. Achten und vertrauen Sie auf Ihr gutes Darmmanagement. Führen Sie es zeitlich und örtlich so durch, dass Ihr Liebesleben nicht beeinflusst wird. 

  • Eine gezielte Beckenbodenschulung unter Anleitung eines Physiotherapeuten kann zu einer wesentlichen Besserung oder Heilung der Stuhlinkontinenz führen.
  • Ernähren Sie sich ausgewogen mit ballaststoffreichen Speisen. Viel trinken, mindestens 1,5-2 l täglich an koffein- und alkoholfreien Getränken. Beides verhindert Verstopfungen
  • Einnahme bestimmter Medikamente einschränken. Medikamente, wie z. B. Abführmedikamente, Antidepressiva und Parkinson-Medikamente können Durchfall und Verstopfungen verursachen. 
  • Sportliche Aktivität in Maßen – es hilft, die Nahrung durch den Darm zu transportieren und verringert somit das Risiko einer Verstopfung.
  • Übergewicht vermeiden, da es die Beckenbodenschwäche verstärkt 

Am besten wirkt sich auf die Darmentleerung eine zuverlässige Routine zum Darmmanagement aus. Der Darm wird regelmäßig entleert, was chronische Verstopfungen wie Stuhlinkontinenz vorbeugt. Und zuletzt können Sie wieder aktiv und unbeschwert am Leben teilnehmen.

Was Sie über Stuhlinkontinenz wissen sollten:

Wenn Sie mit Stuhlinkontinenz leben, gibt es bestimmte Themen, die Sie kennen sollten. Wir haben Informationen über einige der wichtigsten Aspekte gesammelt

Die Diagnose ist der erste Schritt

Zu Beginn führt der Arzt ein ausführliches Diagnosegespräch mit den Betroffenen (Anamnese). Hierbei wird die Krankengeschichte nach einigen Gesichtspunkten befragt. 
 
 
Wichtige Diagnosekriterien sind
  • Beginn der Beschwerden
  • Häufigkeit des Stuhlgangs
  • Konsistenz und Form des Stuhls
  • Fähigkeit, den Stuhlgang zu verzögern
  • Art und Umstand des ungewollten Stuhlverlustes
  • Vorausgegangene Behandlungen und Operationen
  • Chronische Erkrankungen
  • Bei Frauen: Art und Umstand von Geburten

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Stuhlinkontinenz. Zunächst werden in der Regel nicht-operative Methoden eingesetzt.

 

Zur konservativen Therapie gehören Beckenbodentraining, Biofeedback-Training, Verfestigung oder Verdünnung des Stuhls, Training der Stuhlgewohnheiten und Medikamente. Auch die Versorgung mit Hilfsmitteln zur Inkontinenzversorgung gehört dazu.

Bringen diese Maßnahmen keinen Erfolg oder liegt bereits eine schwere Stuhlinkontinenz vor, helfen häufig nur operative Maßnahmen. 

Psychosoziale Aspekte

Von Stuhlinkontinenz sind vor allem ältere Menschen betroffen. Aber es gibt auch junge Menschen, die darunter leiden.


Wird jemand inkontinent, so verändert sich sein Leben dramatisch. Gefühle wie Peinlichkeit oder Scham führen dazu, dass die Krankheit oft so lange wie möglich verschwiegen wird. Viele Patienten vertrauen sich nicht einmal einem Arzt an. Man kann deshalb von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.

  • Frühes Abklären von Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten durch den Facharzt
  • Information über geeignete Hilfsmittel zur Inkontinenzversorgung
  • Gute Vorbereitung von Reisen und Freizeitaktivitäten
  • Unterstützende Angebote nutzen und Austausch mit Gleichgesinnten (Selbsthilfegruppen) 

Benötigen Sie Beratung bei der Auswahl des richtigen Hilfsmittels zur Inkontinenz? Sprechen Sie uns an! 

Darmmanagement bei Kindern

In Absprache mit dem behandelnden Arzt können Kinder schon ab dem Schulalter die Technik der analen Irrigation erlernen und selbstständig durchführen.

 

Eine frühzeitige fachgerechte Unterstützung durch optimale Hilfsmittel und Therapien rüsten Kinder für ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben. Zielsetzungen sind dabei:

  • Selbstständige Nutzung durch das Kind
  • Vermeidung von Hautschäden
  • Vermeidung von Harnweginfektionen
  • Teilnahme an familiärem und gesellschaftlichem Leben

Bei Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen muss für den Lernprozess mehr Zeit eingeplant werden. Planen Sie das Darmmanagement außerhalb der Schulzeiten. Sehr geeignet ist dabei der Abend.

IncoCare Seminare zum Kontinenzmanagement

Das Blasen- und Darmmanagement kann Sie und Ihr Kind vor eine große Herausforderung stellen. Wir von Coloplast Homecare bieten Ihnen eine IncoCare Seminarreihe an, die gezielte Bedürfnisse aufgreift und in einem sehr kleinen Kreis, Kindern und Eltern das Katheterisieren mit einem Katheter oder die Darmentleerung näherbringt.

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Unsere Leistungen für Sie

Wir bieten Ihnen professionelle Unterstützung in beratungsintensiven Bereichen wie der Blasen- und Stuhlinkontinenz. Unsere erfahrenen Fachkräfte beraten Sie bei der Auswahl und Handhabung von benötigten Produkten und Hilfsmitteln - bundesweit.

 

Für ihre individuellen Bedürfnisse bieten wir folgende Dienstleistungen an:

 

  • Individuelle Beratung und Anleitung in den Bereichen Blase und Darm durch speziell ausgebildete Fachkräfte wie Kontinenzmanager, Urotherapeuten und Darmmanagement-Fachexperten
  • IncoCare Seminare für Patienten zu Blasen- und Darmkontinenz
  • Beratung bei der individuellen Auswahl Ihrer Kontinenzprodukte
  • Hilfsmittel aller marktüblichen Hersteller – insbesondere auch die qualitativ hochwertigen Produkte von Coloplast
Angebote bei Inkontinenz
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