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Katheterassoziierte Harnwegsinfekte erkennen und reduzieren

Harnwegsinfektionen (umgangssprachlich auch Blasenentzündung genannt) können auch bei Katheternutzung eine Herausforderung darstellen.

*Sie sollten immer Ihre behandelnde Fachkraft konsultieren, um die Diagnose zu bestätigen und die richtige Therapie zu erhalten.

Was ist eine Harnwegsinfektion?

Patienten mit Blasenfunktionsstörungen/chronischem Harnverhalt unterliegen einem erhöhten Risiko von Harnwegsverletzungen und Infektionen. Ein optimales Blasenmanagement kann zu einer Verminderung der Risiken beitragen.

Bakterien im Harntrakt sind keine Seltenheit und führen nicht grundsätzlich zu einer Harnwegsinfektion. Wenn die Anzahl der Bakterien allerdings eine bestimmte Schwelle übersteigen, können diese Infektionen der Harnwege auslösen die behandlungsbedürftig sind.

Grundsätzlich kann jeder eine Blasenentzündung bekommen, auch wenn das Risiko bei Katheternutzern höher ist. Frauen neigen dazu mehr Blasenentzündungen zu bekommen, da ihre Harnröhre im Vergleich kürzer ist, sodass Bakterien einen kürzeren Weg bis in die Blase haben.

 

Woher weiß ich, dass ich eine Blasenentzündung habe?

Wenn Sie irgendwelche der unten aufgeführten Anzeichen oder Symptome bemerken, kann dies auf eine Infektion hindeuten. Es kann jedoch sein, dass Sie Anzeichen wie Schmerz oder Reizungen der Blase nicht bemerken, wenn die Nerven, die die Blase versorgen, beeinträchtigt sind.

Beachten Sie aber, dass eine Blasenentzündung nur nachgewiesen werden kann, wenn auch Bakterien im Urin sind. Sie sollten immer Ihre behandelnde Fachkraft konsultieren, um die Diagnose zu bestätigen und die richtige Therapie zu erhalten.

Symptome, die auf eine Harnwegsinfektion hindeuten können:

Fieber / Schwitzen

Schmerzen beim Wasserlassen

Erhöhte Frequenz der Blasenentleerung

Verstärkter Harndrang

Seitliche Bauch- oder Unterbauchschmerzen (Flankenschmerzen)

Zittern und erhöhte Muskelspasmen in Körper und Blase

Dunkler und stark riechender Urin

Blut / Flocken im Urin

Reduzieren des Risikos von Harnwegsinfektionen

Es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Risiko von wiederkehrenden Harnwegsinfektionen zu minimieren.

Trinken Sie 6-8 Gläser (1,5-2 Liter) Flüssigkeit pro Tag:

Nehmen Sie in Absprache mit ihrem Arzt genügend Flüssigkeit zu sich. Wasser und Tee sind selbstverständlich am besten, aber auch andere Getränke helfen dabei ihren Urin zu verdünnen und Bakterien aus der Blase zu spülen.

Achten Sie auf eine gute persönliche Hygiene:

Waschen Sie Ihre Hände immer gründlich mit Wasser und Seife, besonders vor dem katheterisieren (sonst können Bakterien über den Katheter in die Harnwege gelangen). Reinigen Sie vor dem Katheterisieren auch die Öffnung um die Harnröhre herum sorgfältig mit sauberem Wasser. Sprechen Sie mit Ihrem Pflegepersonal darüber, auch ihren Intimbereich sorgfältig mit sauberem Wasser.

Entleeren Sie Ihre Blase regelmäßig und vollständig, wie von Ihrem medizinischen Fachpersonal empfohlen:

Fachpersonal empfohlen: Regelmäßiges Katheterisieren ist eine der besten Möglichkeiten, Harnwegsinfektionen vorzubeugen, denn durch die vollständige Entleerung der Blase bei jedem Katheterisieren werden Urin und damit auch Bakterien aus der Blase entfernt. Wenn Urin zurückbleibt, können auch Restbakterien vorhanden sein.

Risikofaktor: Dauerkatheter

Insbesondere Dauerkatheter sind mit Harnwegsinfektionen assoziiert. Die KRINKO des Robert Koch Instituts empfiehlt daher Katheter assoziierte Harnwegsinfektionen durch geeignete präventative Maßnahmen zu verhindern (hierzu gehört u.a. der ISK).

 

Zur KRINKO-Empfehlung

Die Beschichtung macht den Unterschied

Die gleichmäßige hydrophile Beschichtung minimiert die Reibung zwischen Katheter und Harnröhrenschleimhaut während der Ein- und Rückführung und trägt damit zu einer Minderung des Risikos eine Harnwegsinfektion zu begünstigen.

Eine Studie zeigt, dass ein Katheter mit hydrophiler Beschichtung* die Rate der mit Antibiotika behandelten Blasenentzündungen um 21% reduziert im Vergleich zu einem nicht beschichteten Einmalkatheter.

Study: Cardenas DD et al, PM&R 2011 May;3(%):408-17; To investigate whether intermittent catheterization (IC) with a hydrophilic-coated catheter delays the onset of the first symptomatic urinary tract infection (UTI) and reduces the number of symptomatic UTIs in patients with acute spinal cord injury (SCI) compared with IC with standard, uncoated catheters. A prospective, randomized, parallel-group trial.

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