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Leben mit Stuhlinkontinenz

Kontrolle über Ihren Darm zurückgewinnen.

In Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen von einer Darmschwäche betroffen, bei der die betroffenen den Zeitpunkt ihrer Darmentleerung nicht selbst kontrollieren können. Es gibt Lösungen, die eine optimale Versorgung Ihres Darms ermöglichen, sodass Sie sich weiterhin Ihrem aktiven Alltag widmen können. Unsere Spezialisten in der Kontinenzversorgung begleiten Sie auf Ihrem individuellen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

Was sollten Sie über Stuhlinkontinenz wissen?

Wann spricht man von Stuhlinkontinenz?

Der Zeitpunkt der Stuhlentleerung kann nicht mehr selbst kontrolliert werden.

Anzeichen einer Stuhlinkontinenz können u. a. sein:

  • Plötzlich eintretender Stuhldrang – Zeitpunkt des Stuhlgangs kann nicht kontrolliert werden (Dranginkontinenz)
  • Starker Abgang von Winden, ohne es zu merken
  • Wiederkehrende leichte Flecken in der Unterwäsche, Stuhlschmieren
Wann spricht man von Verstopfung?

Dabei kommt es zu erschwerten oder seltenen Darmentleerungen (weniger als dreimal die Woche).

Anzeichen einer Verstopfung können u. a. sein:

  • Unfähigkeit zum Stuhlgang
  • Blähungen
  • Unbehagen
  • Starke Bauchschmerzen
Wie erfolgt eine Diagnose?

Zu Beginn führt der Arzt ein ausführliches Diagnosegespräch mit den Betroffenen (Anamnese). Hierbei wird die Krankengeschichte nach einigen Gesichtspunkten befragt.
Wichtige Diagnosekriterien sind:

  • Beginn der Beschwerden
  • Häufigkeit des Stuhlgangs
  • Konsistenz und Form des Stuhls
  • Fähigkeit, den Stuhlgang zu verzögern
  • Art und Umstand des ungewollten Stuhlverlustes
  • Vorausgegangene Behandlungen und Operationen
  • Chronische Erkrankungen
  • Bei Frauen: Art und Umstand von Geburten
Welche Therapieformen gibt es bei Stuhlinkontinenz?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Stuhlinkontinenz. Zunächst werden in der Regel nicht-operative Methoden eingesetzt.
Zur konservativen Therapie gehören Beckenbodentraining, Biofeedback-Training, Verfestigung oder Verdünnung des Stuhls, Training der Stuhlgewohnheiten und Medikamente. Auch die Versorgung mit Hilfsmitteln zur Inkontinenzversorgung gehört dazu.

Bringen diese Maßnahmen keinen Erfolg oder liegt bereits eine schwere Stuhlinkontinenz vor, helfen häufig nur operative Maßnahmen.

Welche psychosozialen Aspekte können bei der Stuhlinkontinenz eine Rolle spielen?

Häufig sind vor allem ältere Menschen von Stuhlinkontinenz betroffen. Es gibt allerdings auch junge Menschen, die darunter leiden. Für die meisten Menschen mit Inkontinenz verändert sich das zunächst Leben dramatisch.

Gefühle wie Peinlichkeit oder Scham führen dazu, dass die Krankheit oft so lange wie möglich verschwiegen wird. Viele Patienten vertrauen sich nicht einmal einem Arzt an. Aus diesem Grund geht man von einer Dunkelziffer an Betroffenen aus. Wichtig zu wissen ist: Sie sind nicht allein!
Es gibt verschiedene Lösungen, die Ihnen helfen können, wieder aktiv am Alltag teilzunehmen.

Damit die Inkontinenz akzeptiert wird, spielen diese Aspekte eine große Rolle:

  • Frühes Abklären von Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten durch den Facharzt
  • Information über geeignete Hilfsmittel zur Inkontinenzversorgung einholen
  • Gute Vorbereitung von Reisen und Freizeitaktivitäten
  • Unterstützende Angebote nutzen und Austausch mit Gleichgesinnten (Selbsthilfegruppen)

Wir von Coloplast Homecare stehen Ihnen darüber hinaus jederzeit zur Beratung zur Seite und unterstützen Sie bei der Auswahl der richtigen Hilfsmittel für Ihre Bedürfnisse. Sprechen Sie uns dazu an!

Erfahren Sie mehr

Welche Ursachen können zur Stuhlinkontinenz führen?

Die zugrundeliegenden Ursachen für Stuhlinkontinenz können vielfältig sein. Wir haben eine Übersicht über die wichtigsten für Sie zusammengestellt.

Moderne Hilfsmittel für ein selbstbestimmtes Darmmanagement

Der Markt bietet eine Vielzahl von Hilfsmitteln zur Kontinenzversorgung. Sie geben den Betroffenen einen Teil der Lebensqualität zurück und ermöglichen es, ein fast ganz normales Leben zu führen. Unsere kompetenten Coloplast Homecare Spezialisten beraten Sie gern zu Ihren individuellen Bedürfnissen – damit Sie das passende Hilfsmittel für sich finden.

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Anal Tampons

Was sind Anal Tampons?

Anal Tampons sollen den unkontrollierten Verlust von festem Stuhl verhindern. Sie bestehen aus weichem, hautverträglichem Schaumstoff. Anal Tampons sind in verschiedenen Größen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene erhältlich.

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Welche Vorteile bieten Anal Tampons?
  • Anal Tampons sind sicher
  • Unkontrollierter Verlust von festem Stuhl wird vollständig verhindert
  • Darmgase können durch feine Kapillaren sicher entweichen
  • Risiko eines Dekubitus wird reduziert
  • Verringerung von Hautirritationen
  • Anal-tampons sind diskret
  • Unangenehme Gerüche werden verhindert
  • Nicht sichtbar
  • Bewegungsfreiheit – auch bei sportlichen Aktivitäten
Wie werden Anal Tampons verwendet?
  • Durch die komprimierte Form wie ein Zäpfchen einzuführen
  • Rückstandsfreie Auflösung der wasserlöslichen Schutzfolie
  • Vollständige Entfaltung des Tampons im Darm
  • Angenehm weich und flexibel in der Anpassung an die anatomischen Gegebenheiten
  • Einfaches Entfernen mit einem weichen Rückholband nach maximal 12 Stunden (je nach Hersteller)

Transanale Irrigation

Was ist die anale Irrigation?

Die anale Irrigation stellt eine Alternative zu anderen Methoden der Darmentleerung dar, da dafür ausschließlich Wasser und keine medikamentösen Zusätze benötigt werden. Die Anwendung erfolgt selbstständig und ohne fremde Hilfe. Sie entscheiden selbst, wann und wo Sie Ihren Darm entleeren möchten.

Wie funktioniert die anale Irrigation?

Mit dem Irrigationssystem entleeren Sie den Darm, indem Sie über einen Rektalkatheter lauwarmes Wasser in den Darm spülen. Dabei sitzen Sie auf der Toilette. Das Wasser löst den Entleerungsreflex aus, sodass der Darm sich innerhalb von 15 bis 30 Minuten entleert. Der untere Darmabschnitt wird dabei so wirksam entleert, dass die meisten Anwender nur alle zwei Tage irrigieren müssen. Sie können wieder Freunde treffen, arbeiten gehen und ihren Hobbies nachgehen.

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Was muss bei der anale Irrigation unbedingt beachtet werden?

Die anale Irrigation darf nur auf Anordnung des Arztes und nach praktischer Anleitung durch qualifiziertes Fachpersonal durchgeführt werden! Zu beachten sind auch die weiteren Hinweise zu Vorsichtsmaßnahmen beim Einsatz der analen Irrigation in der Gebrauchsanweisung. Die Anleitung zur analen Irrigation ist sehr individuell. Manchmal sind mehrere Anleitungen notwendig und es dauert eine gewisse Zeit, bis es klappt.

Wenn alle Voraussetzungen für die erfolgreiche Anwendung der analen Irrigation vorliegen, stellt der Arzt ein Rezept aus. Wir von Coloplast Homecare unterstützen Sie bei der individuellen Einstellung des Irrigationssystems auf Ihre Bedürfnisse und bei der praktischen Anwendung.

Welche Vorteile bietet die anale Irrigation?
  • Beugt bis zu zwei Tage Stuhlinkontinenz und Verstopfungen vor
  • Zeitpunkt der Stuhlentleerung kann individuell entschieden werden
  • Kein Gewöhnungseffekt
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Reduzierung von Hautreizungen, Harnwegsinfekten und Blähungen
Wann wird die anale Irrigation empfohlen?

Die anale Irrigation als mögliche Therapielösung muss vorab immer mit einem Facharzt besprochen werden, sodass eine korrekte Anleitung erfolgen kann. Häufig wird die anale Irrigation bei folgenden Indikationen empfohlen:

  • Darmentleerungsstörungen
  • Störung der Transportfunktion
  • Stuhlinkontinenz
  • Akute oder chronische Verstopfung des Darms infolge einer Entleerungs- oder Transportstörung
Ist die anale Irrigation auch bei Kindern einsetzbar?

In Absprache mit dem behandelnden Arzt können Kinder schon ab dem Schulalter die Technik der analen Irrigation erlernen und selbstständig durchführen. Eine frühzeitige fachgerechte Unterstützung durch optimale Hilfsmittel und Therapien rüsten Kinder für ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben.

Zielsetzungen sind dabei:

  • Selbstständige Nutzung durch das Kind
  • Vermeidung von Hautschäden
  • Vermeidung von Harnweginfektionen
  • Teilnahme an familiärem und gesellschaftlichem Leben
  • Bei Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen muss für den Lernprozess mehr Zeit eingeplant werden. Planen Sie das Darmmanagement außerhalb der Schulzeiten. Sehr geeignet ist dabei der Abend.
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