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Moderne Wundversorgung

Die Behandlung chronischer Wunden kann sowohl für den behandelnden Arzt als auch für das Pflegepersonal und den Patienten eine Herausforderung darstellen. Innerhalb der Wundtherapie sind jedoch viele positive Entwicklungen zu verzeichnen. Die Wissenschaft beweist, dass die optimalste Wundheilung in einer feuchten Wundumgebung stattfindet. Moderne Wundauflagen fördern die feuchte Wundbehandlung und unterstützen eine schnelle Wundheilung.

Wie können chronische Wunden behandelt werden?

Die Wundheilung wird durch die zugrundeliegende Ursache, wie Diabetes oder arterielle / venöse Insuffizienz, beeinträchtigt. Die Ursache der Wunde sollte bekannt sein und wenn möglich, vorrangig behandelt werden, um Fortschritte in der Wundversorgung zu erzielen. Aber auch die Wahl der richtigen Wundauflage spielt eine nützliche Rolle. Die Wundheilung erfolgt in drei sich überlappenden Phasen

  • Aktivierung des Gerinnungs- und Immunsystems zur Säuberung der Wunde
  • Mechanische Reinigung der Wunde durch Ausschwemmen von Zelltrümmern, Stoffwechselabfallprodukten und Bakterien
  • Die Leukozyten, v.a. Makrophagen, sind die vorherrschenden Zellen sie beginnen mit dem Abbau von abgestorbenen Gewebeteilen, Fremdkörpern und Bakterien durch Phagozytose
  • Neubildung eines zell- und gefäßreichen Bindegewebes (Granulationsgewebe)
  • Eingewanderte Fibroblasten sorgen für den Kollagenaufbau
  • Einsprießen von Kapillargefäßen zur Versorgung des Granulationsgewebes
  • Granulationsgewebe ist gut durchblutet, gekörnt, feucht, glänzend, sauber und rot gefärbt
  • Wunde zieht sich zusammen (Wundkontraktion)
  • Wundsekretion nimmt ab
  • Granulationsgewebe wandelt sich zu Narbengewebe um
  • Überhäutung der Wunde durch horizontales Wandern der Epithelzellen
  • Narbenbildung durch Ausreifung der Kollagenfasern
  • Blass rosafarbenes Gewebe

Warum ist die feuchte Wundheilung die optimalste Behandlung für chronische Wunden?

Die feuchte Wundheilung ist eine moderne Wundheilungstherapie, die dazu beigetragen hat, viele der Probleme zu lösen, die oft mit der traditionellen Wundversorgung verbunden sind. Es hat sich gezeigt, dass die feuchte Wundversorgung beim Verbandwechsel weniger Schmerzen verursacht und eine schnellere Heilung mit weniger Komplikationen fördert.

 

Vorteile der feuchten Wundbehandlung:

  • Schaffung eines feuchten Mikroklimas
  • Schutz vor Sekundärinfektionen
  • Ungestörte Bewegungsfreiheit für Phagozyten zur Abwehr von Keimen
  • Leichtes Aussprossen der Kapillaren auf der gesamten Wundfläche
  • Gute Wärmedämmung
  • Weniger Schmerzen beim Verbandwechel (atraumischer Verbandwechsel)


In der traditionellen Wundversorgung wird das Ziel der Wundtrocknung verfolgt. Ziel ist es, möglichst viel Wundsekret zu absorbieren. Das bedeutet, dass sich ein trockener, harter Schorf bildet, der sich zu Nekrosen entwickeln kann. Dadurch wird die Einwanderung der Epithelzellen behindert und der Heilungsprozess deutlich verlangsamt.

 

Nachteile der trockenen Wundheilung:

  • Traumatisierung der Wunde beim Verbandswechsel
  • Entstehung von trockenem, harten Schorf bis hin zur Nekrose
  • Kaum Schutz vor Infektionen
  • Phagozyten nur im Bereich des Wundrandes
  • Einwachsen von neuen Kapillaren in den Verband
  • Schlechte Wärmedämmung

Welche Verbände werden zur Schaffung einer feuchten Wundheilung verwendet?

Bei der feuchten Wundbehandlung werden hydrophile Wundauflagen eingesetzt, die ein feuchtes Wundmilieu unterstützen. Eine Vielzahl von Produkten wurde entwickelt, um die geforderten Anforderungen an Hydrophile Wundauflagen zu erfüllen und gleichzeitig individuellen Bedürfnissen und unterschiedlichen Wundheilungsphasen gerecht zu werden.

Jede Hydrophile Wundauflage muss eine Reihe von Anforderungen erfüllen, um als solche kategorisiert zu werden. Hydrophile Wundauflagen müssen die folgenden Anforderungen erfüllen:

 

  • Aufnahme von überschüssigem Wundexsudat
  • Gewährleistung des Gasaustausches
  • Wärmeisolation der Wunde von der Umwelt
  • Schutz vor Sekundärinfektion durch Undurchlässigkeit für Mikroorganismen von außen
  • Gewährleistung eines feuchten Wundmilieus
  • Keine Abgabe von Fasern oder anderen Fremdstoffen in die Wunde
  • Gewährleistung eines atraumatischen Verbandwechsels
  • Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit
  • Förderung der Wundruhe und des Heilungsprozesses durch lange Verbandwechselintervalle

 

Positive Faktoren der modernen Wundversorgung

  • Steigerung der Lebensqualität
  • Weniger Schmerzen beim Verbandwechsel
  • Schnellere und komplikationsärmere Abheilung
  • Kürzere Behandlungs- und Pflegezeiten
  • Kostensenkung
Positive Faktoren
  • Behandlung der Grunderkrankung
  • Adäquate Schmerzbehandlung
  • Hautpflege und -schutz
  • Erhaltung der Körperwärme im Wundgebiet, Verwendung von angewärmten Wundspüllösungen zur Wundreinigung
  • Zusätzliche Zufuhr von Eiweiß, Vitaminen (v.a. Vitamin C) und Mineralstoffen (v.a. Zink)
  • Ausreichend Flüssigkeitszufuhr
  • Exsudat- und ggf. Geruchsmanagement
  • Keimarme Wundverhältnisse
  • Gute Durchblutung
  • Spannungsfreie Wundränder
  • Atraumatische, gewebeschonende Operationstechniken
  • Atraumatisches Wunddebridement
  • Atraumatischer, steriler Verbandswechsel
Lokale Störfaktoren
  • Keimansiedelung, Fremdkörper in der Wunde bis hin zur Infektion
  • Hämatome, Ödeme, Schorf, Nekrosen
  • Hypergranulation (überschüssiges Gewebe über Hautniveau)
  • Nahtdehiszenzen (Spannung der Wundränder)
  • Hypertrophes Narbengewebe
  • Eiweiß-, Vitamin C- und Zinkmangel
  • Unzureichende Ruhigstellung oder Druck auf die betroffene Region
  • Austrocknung/Auskühlung der Wunde
  • Vorgeschädigtes Gewebe z. B. durch Bestrahlung oder Operationen
  • Traumatischer, unsteriler Verbandwechsel
Systemische Störfaktoren
  • Alter (z. B. arbeitet das Herz-Kreislauf-System mit zunehmendem Alter nur noch mit reduzierter Leistung; Hautveränderung im Alter = Haut wird dünn und ist mechanisch nur noch wenig belastbar, folglich: erhöhte Verletzungs- und Infektionsgefahr)
  • Ernährungs- und Flüssigkeitszustand (z. B. Mangelernährung)
  • Medikamente (z. B. Chemotherapeutika, Immunsuppressiva, Antikoagulantien)
  • Psyche
  • Allgemeiner Gesundheitszustand (z. B. Stress, Rauchen, Alkoholkonsum)
  • Grunderkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Arteriosklerose, Morbus Crohn)
  • Immunstatus
  • Infektionen
  • Kontinenzsituation
  • Mobilität

Unsere Leistungen für Sie im Bereich der Wundversorgung

Wir ermöglichen Ihnen in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten eine schnellere Rückkehr in Ihr privates, persönliches Umfeld, indem wir auch dort eine sehr hohe Behandlungsqualität garantieren können.

  • Fotodokumentation zur Beobachtung des Wundverlaufs
  • Einhaltung der Qualitätskriterien des nationalen Expertenstandards durch ausgebildete Wundtherapeuten (ICW)
  • Anleitung, Beratung und Schulung – Unterstützung für eine lückenlose Überleitung
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