Was ist ein Ulcus cruris (offenes Bein)?
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Ulcus cruris

Verschiedene Krankheitsbilder fördern die Entstehung der chronisch venösen Insuffizienz: Krampfadern (Varikosis), Thrombose der tiefen Beinvenen (Phlebothrombose), Oberflächliche Thrombophlebitis oder eine akutes Trauma, dass sowohl die oberflächlichen als auch die tiefen Venen schädigen kann. Zusätzliche negativ beeinflussende Faktoren sind: stehende oder sitzende berufliche Tätigkeiten, Bewegungsmangel, hormonelle Einflüsse (z. B. Schwangerschaft/Pille), einengende Kleidung und Übergewicht.

Die unterschiedlichen Ulcus cruris Arten

Beim Ulcus cruris unterscheidet man venös bedingte und arteriell bedingte Geschwüre. Die meisten Ulcus cruris sind venös bedingt. Neben den beiden reinen venös oder arteriell bedingten Geschwüren, gibt es zusätzlich auch noch eine Mischform (Ulcus cruris mixtum), die sowohl venöse als auch arterielle Ursachen hat.

Ulcus cruris venosum

Bei etwas 70% der Beinulzera handelt es sich um Ulcus cruris venosum. Das Ulcus cruris venosum ist ein venöses Beingeschwür; umgangssprachlich wird es auch "offenes Bein" genannt. Es bildet sich aufgrund einer chronischen Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz = CVI) am Unterschenkel. Die Durchblutung zum Herzen ist gestört, was zu einem erhöhten Venendruck mit Ödembildung führen kann. Eine darauf folgende Unterversorgung des Bindegewebes führt zu einer Wunde, die schlecht abheilt. Um die Versorgung des Gewebes zu unterstützen, ist die Kompressionstherapie ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung.

 

Unterstützende Maßnahmen: 

  • Wärmezufuhr bei kalten Extremitäten; keine Wärmflasche 
  • Druckentlastung der Beine (Bettdecke, Strümpfe)
  • Beintieflagerung; keine Hochlagerung der Beine
  • Flaches Schuhwerk
  • Tägliches Gehtraining

Ulcus cruris arteriosum

Bei etwas 10% der Beinulzera handelt es sich um Ulcus cruris arteriosum. Das Ulcus cruris arteriosum entsteht häufig durch eine unzureichende Blutversorgung des Beines oder des Fußes aufgrund von Arteriosklerose. Durch die Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen stirbt Gewebe ab und Geschwüre entstehen. Patienten mit Ulcus cruris arteriosum dürfen nicht mit einer Kompressionstherapie behandelt werden; häufig müssen sie sich einer Gefäßoperation unterziehen.

Ulcus cruris mixtum

Bei etwas 10 - 15% der Beinulzera handelt es sich um Ulcus cruris mixtum. Diese Mischform kann sowohl durch venöse als auch durch arterielle Erkrankungen verursacht werden.

 

Um die Ursache eines Unterschenkelgeschwürs zu ermitteln, ist es notwendig, die zugrunde liegende Erkrankung zu kennen. Abhängig von der Krankengeschichte des Patienten und dem Zustand der Wunde sind unterschiedliche Behandlungskonzepte erforderlich. Zusätzlich sollten beeinflussende Faktoren berücksichtigt werden, die sich positiv und negativ auf den Wundheilungsprozess auswirken können.

 

Unterstützende Maßnahmen: 

  • Kompression: Kompressionsstrümpfe nach Maß, Wickelung, apparative intermittierende Kompression 
  • Bewegung (z. B. Nordic Walking, Füße kreisen/wippen), in Ruhezeiten Beinhochlagerung
  • Beine nicht verschränken, langes Stehen und Sitzen vermeiden
  • Keine einengende Kleidung (z. B. Strümpfe)
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