Chronische Wunden erfordern eine besondere Pflege
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Rund um die Wunde

Die Diagnose der Ursache einer Wunde ist ein wichtiger Teil der Wundbeurteilung. Denn nur durch die der Wunde zugrundeliegende Ursache kann ein dauerhafter Behandlungserfolg gewährleistet werden.

Chronische Wundarten

Es gibt verschiedene Arten von chronischen Wunden. Jede Wunde ist unterschiedlich und erfordert eine andere Pflege. Die drei häufigsten Arten von chronischen Wunden sind:

Dekubitus ("Druckgeschwür")

Ein Dekubitus ist eine örtliche Verletzung der Haut und/oder des darunterliegenden Gewebes. Durch eine andauernde Druckeinwirkung kann das Blut nicht richtig zirkulieren, was Zelltod, Gewebeschädigungen und einen Dekubitus zur Folge hat.

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Ulcus cruris ("Offenes Bein")

Beim Ulcus cruris unterscheidet man venös bedingte und arteriell bedingte Geschwüre. Die meisten Ulcus cruris sind venös bedingt. Neben den beiden reinen venös oder arteriell bedingten Geschwüren, gibt es zusätzlich auch noch eine Mischform (Ulcus cruris mixtum), die sowohl venöse als auch arterielle Ursachen hat.

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Diabetisches Fußsyndrom

Bei bis zu 15% der Patienten, die an Diabetes (sog. „Zuckerkrankheit“) leiden, kommt es wahrscheinlich irgendwann im Leben zu einem Diabetischen Fußsyndrom. Als diabetisches Fußsyndrom werden Verletzungen und Schädigungen an den Füßen der Patienten aufgrund einer diabetischen Grunderkrankung bezeichnet.

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Wundbeurteilung

Um die bestmögliche Wundheilungspflege zu gewährleisten, ist es wichtig, sich der möglichen Komplikationen bewusst zu sein, die bei chronischen Wunden auftreten können. Wir haben einige Informationen gesammelt, die Ihnen bei der Beurteilung Ihrer Wunde hilfreich sein könnten.

Das Granulationsgewebe ist gut durchblutet, gekörnt, feucht, glänzend, sauber und rot gefärbt.

Die Exsudation (Flüssigkeitsabsonderung) nimmt ab. Um Schädigungen zu vermeiden, sollte bei einer granulierenden Wunde sehr vorsichtig mit dem empfindlichen, frischen Gewebe umgegangen werden.

Die klassischen Symptome der infizierten Wunde sind: Schwellung, Rötung, Überwärmung, Schmerz und Funktionseinschränkungen.

Weitere typische Kennzeichen sind ein unangenehmer Geruch, eitrige und vermehrte Exsudation sowie eine erhöhte Keimzahl. 

Die Wunde wird vom Rand her immer kleiner und bildet unter Vernarbung feines, neues Gewebe aus.

Die Wundsekretion ist rückläufig. Das Epithelgewebe sieht rosa, hellrosa bis weißlich aus. Damit sich dieses frische, noch sehr empfindliche Gewebe bei einem Verbandwechsel nicht löst, sollte die Wundauflage auf keinen Fall mit der Wunde verkleben.

In der Entzündungsphase der Wundheilung sondert eine Wunde viel Exsudat ab.

Nicht heilende oder chronische Wunden verbleiben häufig in der Entzündungsphase und können größere Mengen an Wundexsudat produzieren. Erhöhte Exsudatmengen können ein Symptom für eine Infektion oder ein erhöhtes Ödemrisiko sein.

Wundexsudat ist eine Flüssigkeit, die aus Plasma, Blutzellen und Thrombozyten besteht. Das meiste Wundexsudat gelangt aus dem Blut und/oder dem Lymphsystem in den Wundbereich. Lediglich die Erythrozyten und Thrombozyten stammen aus verletzten Kapillargefäßen. Die Zusammensetzung und Viskosität variiert von dünner, klarer Plasmaflüssigkeit bis hin zu dickflüssigem, gelbem Sekret, das hohe Anteile von Leukozyten und Bakterien enthält.

Nekrosen sind totes Gewebe. Sie behindern die Gewebeneubildung und stellen einen Nährboden für Keime sowie Bakterien dar.

Infektionen und Unterwanderungen lassen sich nicht erkennen, da der Wundgrund nicht einsehbar ist. Erst nachdem die Nekrosen abgetragen sind, ist es möglich, den tatsächlichen Umfang und den Wundzustand zu beurteilen. Ihre Beschaffenheit variiert von trocken bis feucht. Dabei treten farbliche Variationen von schwarz über braun, grünlich bis gelb auf. Ziel ist die Nekrosenentfernung (Débridement). 

Fibrinöse Beläge verhindern das Zellwachstum. Die schmierige grau-gelbe Schicht kann eine beachtliche Dicke erreichen und ist nicht mit infizierten Belägen zu verwechseln. Hierzu ist die Wunde bei jedem Verbandwechsel zu reinigen.

Wunddokumentation - warum ist sie wichtig?

Zu berücksichtigen sind laut nationalem Expertenstandard u.a. die Krankengeschichte (z. B. Diabetes mellitus, Gefäßkrankheiten, Allergien), Medikamente, Ernährung, Lebensstil und psychologische Probleme.

Gründe für die Dokumentation

  • Die Dokumentation der Wundversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie dient der Behandlungssicherheit und dem Leistungsnachweis (Abrechnung). 
  • Instrument der Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle.
  • Behandlungsfortschritte und –rückschritte lassen sich von den behandelnden Fachkräften sicher einschätzen; die Behandlungsmaßnahmen können begründet und der Therapien angepasst werden.
  • Sie sichert den Informationsfluss zwischen allen Beteiligten und sichert die Versorgungsqualität 
  • Lokalisation, Wundgröße, -ausdehnung und -art
  • Bisherige Wundversorgung
  • Eigenschaften des Wundbetts (nekrotisches Gewebe, Granulationsgewebe, Infektionen)
  • Geruch und Wundexsudat
  • Wundumgebung (normal, ödematös, weiß, glänzend, warm, gerötet, trocken, schuppig, dünn)
  • Anzeichen einer Wundinfektion (verzögerte Heilung, Geruch, anormales Granulationsgewebe, erhöhter Wundschmerz und/oder übermäßiges Exsudat)
  • Wundschmerz (Ort, Intensität)
  • Weitere Wundbehandlung und Verlaufskontrolle

Wundheilung

Die Wundheilung wird durch die zugrunde liegende Ursache wie Diabetes oder arterielle/venöse Insuffizienz beeinflusst. Dies muss vorrangig berücksichtigt und, wenn möglich, behandelt werden, um Fortschritte in der Wundversorgung zu erzielen. Aber auch die Wahl des richtigen Wundverbands spielt eine begünstigende Rolle.

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Unsere Leistungen für Sie im Bereich der Wundversorgung

Wir ermöglichen Ihnen in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten eine schnellere Rückkehr in Ihr privates, persönliches Umfeld, indem wir auch dort eine sehr hohe Behandlungsqualität garantieren können.

  • Fotodokumentation zur Beobachtung des Wundverlaufs
  • Einhaltung der Qualitätskriterien des nationalen Expertenstandards durch ausgebildete Wundtherapeuten (ICW)
  • Anleitung, Beratung und Schulung – Unterstützung für eine lückenlose Überleitung
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